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Fasten auch im Buddhismus aktuell

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Baesweiler mit dem Projekt "GoAIX" auf neuen Spuren

"Gibt es Unterschiede im Alltag von Buddhisten, Christen und Muslimen?" lautete Jonas Frage. Er ist Schüler des Religionskurses in der Einführungsphase am Gymnasium Baesweiler und war zu Gast im Buddhistischen Tempel in Aachen, gemeinsam mit seinem Kurs, dem Projektbetreuer Herrn Kronen und der Kurslehrerin Eva-Brigitte Bürgerhausen. Seine Frage richtete sich an Elke Tobias, die mit Gleichgesinnten bereits im Jahre 1982 die buddhistische Gemeinschaft in Aachen gründete und an diesem Vormittag die Schülergruppe aus Baesweiler in ihrem Tempel in der Oppenhoffallee 23 begrüßte.

Ihre Antwort auf Jonas Frage stimmte alle nachdenklich und weckt Hoffnung. Es komme auf die Einstellung des Einzelnen an, auf die der Gesellschaft, in der er lebe, und alle seien einander ähnlich in den großen Religionen der Welt, sollten respektvoll miteinander umgehen und in Gebet und Meditation Kraft finden. Dazu gehöre auch eine Zeit der Besinnung auf das Wesentliche, wie in einer Fastenzeit möglich, die es auch im Buddhismus nach dem ersten Frühlingsvollmond gebe, nach dem Neujahrsfest.

Ermöglicht wurde der Tag durch das Projekt "GoAIX - Glaubensorte Aachens erkunden". Es bietet Lerneinheiten zu Glaubensorten in Aachen an, dazu zählen z. B. Kirchen, eine Moschee, die Synagoge wie auch ein Tempel. Lehramtsstudierende der Fächer Geschichte, Katholische Theologie und Politikwissenschaften an der RWTH Aachen vernetzen sich mit Schülerinnen und Schülern zur Erforschung dieser Glaubensorte.

Gleich zu Beginn dieses Schuljahres entschied sich der Religionskurs gemeinsam mit Eva-Brigitte Bürgerhausen zur Teilnahme an diesem Projekt und schon bald erhielten die Schülerinnen und Schüler Besuch im Unterricht durch die Projektleiterin Theresia Jägers. Es entwickelte sich die Entscheidung für den Besuch des Buddhistischen Tempels in Aachen als Glaubensort, von dessen Existenz vorher noch niemand wusste.

An diesem Vormittag aber sind nur noch der Eindruck des Raums, seine fremde und zugleich entspannte Atmosphäre und all die neuen Eindrücke präsent und der Wunsch, in Zukunft noch mehr darüber zu erfahren, wie Buddhisten leben und auch fasten.

(Text: Eva-Brigitte Bürgerhausen)

Letzte Änderung: 01.03.2017